Mit der Medaille für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Feuerwehrverbandes wurden kürzlich Margarida Guedes, Rui Alberto und Yvan Dupuy ausgezeichnet. Kreisbrandmeister Udo Löprich und Stadtbrandmeister Christian Hellmeier zeichneten die beiden im Rahmen einer Feierstunde während des Partnerschaftsbesuches in Goslar aus.
Seit vielen Jahren ist die Feuerwehr Goslar mit den Feuerwehren der Partnerstädte Arcachon (Frankreich) Beroun (Tschechien) und Brzeg (Polen) eng verbunden. Zum portugiesischen Aveiro ist eine ebenso enge Verbindung vor vielen Jahren entstanden. Ausführlich wird sich bei den Treffen zu aktuellen Themen des Brand- und Bevölkerungsschutzes ausgetauscht. Mehrere Expertentreffen zu Themen wie Hochwasser Vegetationsbrandbekämpfung sowie Bevölkerungsschutz und -warnung fanden in den beteiligten europäischen Städten statt. Der Austausch zu Technik und Taktik, zu Abläufen und Organisation sind im Sinne der professionellen Arbeit für die Bevölkerung.
Für die Portugiesin Margarida Guedes ein emotionaler Moment. Als leitende Technikerin im Katastrophenschutz für Portugal ist sie federführend tätig. „Ihr Fachwissen hat uns im direkten Austausch unzählige Impulse gegeben“, sagte Stadtbrandmeister Christian Hellmeier in seiner Laudatio.
Rui Allberto hat als Chef des Ehrenrates der Feuerwehr Aveiro Vehlos als langjähriger Begleiter und Förderer, so Hellmeier, einen wesentlichen Beitrag zum Austausch der partnerschaftlich verbundenen Feuerwehren geleistet. Allein im Jahr 2023 zeigte Alberto im Rahmen eines Expertenaustausches zur Vegetationsbrandbekämpfung die Gefahren um Aveiro auf.
Als Leiter der technischen Infrastrukturabteilung von Arcachon und Bordeaux wurde Yvan Dupuy mit der Medaille ausgezeichnet. Stadtbrandmeister Hellemeier würdigte den großen Befürworter internationaler Zusammenarbeit: „Mit Yvan haben wir auch einen Förderer für die Begegnungen unserer Jugendfeuerwehren.“
Die Ehrungen erfolgte aufgrund des Besuches der Partnerfeuerwehren zur Leitmesse für Brand- und Bevölkerungsschutz Interschutz. Dieser Austausch ist wichtig, berichten Hellmeier und Kreisbrandmeister Udo Löprich. Seitens der Kreisfeuerwehr nahm daran auch eine Delegation aus dem Partnerlandkreis Trebnitz (Polen) teil.
Die Verbundenheit machten auch die Grußworte der Gäste deutlich. Die seit vielen Jahren entstandenen Freundschaften gehen über die Entfernungen hinaus. So konnte die Delegation aus dem polnischen Brzeg seit mehreren Jahren an dem Austausch wieder teilnehmen.
Die Flamme der Freundschaft wird seit Jahrzenten gepflegt. Hier prägten Manfred Oppermann, Ehrenstadtbrandmeister Burkhard Siebert, Michel Carrasset (Arcachon), Antonio Machardo (Aveiro), Frantisek Smid und Milan Novak (Beroun) und Andrej Kwiatkosky (Brzeg) seit Mitte der 1990er Jahre die wachsende Verbundenheit.
Der Abend endete traditionell mit der gesanglichen Darbietung der jeweiligen Nationalhymne. Insgesamt war die Begegnung wieder in ein Abwechslungsreiches Rahmenprogramm eingebettet. Neben dem Besuch der Feuerwehrtechnischen Zentrale folgte ein intensiver Austausch zum Bevölkerungsschutz. Dies macht die Sinnhaftigkeit unserer Begegnungen aus, sagte Christian Hellmeier.
Weiter folgte der Besuch des Wurmberges, die Besichtigung des Feuerwehrhauses Braunlage, ein Ausflug nach Hahnenklee-Bockswiese und die Verabschiedung von Frank Slotta als stellvertretenden Stadtbrandmeister.








