Im Rahmen einer BOS-Schulung für Drohnenpiloten des Stadtfeuerwehrverbandes ist am heutigen Tag die neue Feuerwehrdrohne offiziell übergeben worden. Die Übergabe fand zur Mittagszeit in einer kurzen Pause der laufenden Schulung in der Feuerwache Goslar statt. Die Volksbank Nordharz eG war dabei durch Frau Dagmar Kleudgen vertreten.
Die Schulung wurde von Drohne112.de durchgeführt. Der Anbieter ist auf die Aus- und Fortbildung von Drohnenpiloten bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben spezialisiert und vermittelt praxisnahe Inhalte zu Technik, rechtlichen Rahmenbedingungen sowie zur taktischen Einbindung von Drohnen in Einsatzlagen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.
An der Schulung nahmen Drohnenpiloten des Stadtfeuerwehrverbandes teil, die sich aus Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Goslar sowie der Feuerwehr Lengde zusammensetzen. Gemeinsam bilden sie die spezialisierte Drohneneinheit des Stadtfeuerwehrverbandes. Die Einheit besteht derzeit aus insgesamt 15 Einsatzkräften.
Bei der übergebenen Drohne handelt es sich um ein modernes Modell vom Typ M4TD, finanziert aus dem VRmobil-Programm der VR-Gewinnspargemeinschaft. Die Drohne hat einen Wert von rund 13.000 Euro und wurde durch die Volksbank Nordharz eG gespendet. Die neue Technik soll künftig insbesondere bei der Lageerkundung, bei Personensuchen sowie bei Rettungs- und Brandeinsätzen eingesetzt werden.
Die Drohne verfügt über hochauflösende Luftbildtechnik sowie eine Wärmebildkamera und ermöglicht eine schnelle Übersicht in unübersichtlichen Einsatzlagen. Die gewonnenen Bilddaten können direkt vor Ort im Einsatzleitwagen ausgewertet werden. Durchschnittlich wird die Drohneneinheit im Stadt- und Kreisgebiet etwa 15 bis 20 Mal pro Jahr alarmiert. Je nach Einsatzlage arbeitet die Einheit dabei auch mit weiteren taktischen Einheiten, etwa den Rettungshunden der Feuerwehr Goslar, zusammen.
Stadtbrandmeister Christian Hellmeier betonte, dass moderne Drohnentechnik die Arbeit der Einsatzkräfte spürbar erleichtere und zugleich die Sicherheit im Einsatz erhöhe. Die neue Drohne sei ein praxisnahes und sinnvolles Einsatzmittel zur weiteren Stärkung der Einsatzfähigkeit des Stadtfeuerwehrverbandes. „Solche Systeme helfen uns, Einsatzlagen schneller und sicherer zu beurteilen und gezielter zu handeln“, erklärte Hellmeier.
Zugleich dankte Hellmeier der Volksbank Nordharz eG für die kontinuierliche und verlässliche Unterstützung der Feuerwehr über viele Jahre hinweg. Dieses Engagement sei keineswegs selbstverständlich und komme unmittelbar der ehrenamtlichen Arbeit zugute. „Die Unterstützung stärkt nicht nur unsere Technik, sondern vor allem die Einsatzbereitschaft unserer Kameradinnen und Kameraden“, so der Stadtbrandmeister.
Die Volksbank Nordharz unterstützt die Feuerwehren im Stadtfeuerwehrverband Goslar seit vielen Jahren kontinuierlich. Neben der aktuellen Drohnenübergabe sei in diesem Zusammenhang auch auf die Förderung von Defibrillatoren hingewiesen, die in der Vergangenheit realisiert wurde.
Die Drohnentechnik hat zwei wesentliche Einsatzschwerpunkte: die Suche nach vermissten Personen, insbesondere in Wald- und Geländegebieten mithilfe der Wärmebildkamera, sowie die Erkundung bei Brandeinsätzen. Sowohl bei Gebäude- als auch bei Vegetations- und
Waldbränden können wichtige Informationen zur Lageerkundung gewonnen werden, etwa zum Brandverlauf, zur Brandausbreitung oder zur weiteren Einsatzplanung. Bei Bedarf werden auch andere Behörden durch die Drohneneinheit unterstützt.
In seinem Statement hob Tim Meißner, Fachdienstleitung Sicherheit und Ordnung der Stadt Goslar, die Bedeutung moderner Einsatzmittel für die kommunale Gefahrenabwehr hervor. Durch die gezielte Unterstützung könne die Feuerwehr ihre Aufgaben nachhaltig und zukunftsorientiert wahrnehmen. Gleichzeitig würden organisatorische Abläufe entlastet und die Einsatzführung weiter professionalisiert.
Abschließend wurde betont, dass sich die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren bewährt habe und auch künftig fortgeführt werden soll. Die Übergabe der neuen Drohne wird als weiterer gezielter Schritt zur nachhaltigen Stärkung der Einsatzfähigkeit des Stadtfeuerwehrverbandes Goslar bewertet.
Text und Fotos: Michel Langlotz









