Am Samstagnachmittag, dem 27. Juni 2026, brach zwischen Wienrode und Treseburg im Landkreis Harz ein Waldbrand aus, der sich rasch auf einer Fläche von rund viereinhalb Hektar ausbreitete. Betroffen war überwiegend junger Kiefernbestand in steilem, schwer zugänglichem Gelände. Gegen 22 Uhr wurden Einheiten aus dem Stadtverband Goslar zur Unterstützung alarmiert – darunter ein auf Vegetationsbrände spezialisierter Fachzug des Kreises.
Kurz nach Mitternacht trafen die ersten Goslarer Kräfte beim Bereitschaftsraum der Feuerwehr Blankenburg ein. Da aus Sicherheitsgründen in der Dunkelheit keine Löscharbeiten im Steilhang möglich waren, blieben die Einheiten zunächst vor Ort. Die Blankenburger Kameraden nahmen die Verstärkung herzlich auf: Es gab Schlafmöglichkeiten, eine leckere Gulaschsuppe und ein erstes Lagebriefing.
Mit dem ersten Tageslicht rückten die Einheiten in den Wald vor. Gegen 9 Uhr stieß die Ortsfeuerwehr Oker mit ihrem geländegängigen UTV zur Verstärkung hinzu, die ebenfalls für den Einsatz nachalarmiert worden war. Die Kräfte bezogen Stellung unmittelbar an der Grenze zum bereits abgebrannten Bereich und begannen mit intensiven Lösch- und Nachlöscharbeiten, die den gesamten Sonntag andauerten. Die Bedingungen waren anspruchsvoll: extremes Steilgelände, zunehmende Hitze im Tagesverlauf und immer wieder auffrischende Winde erschwerten die Arbeit erheblich. Der Einsatz forderte die Kräfte physisch und verlangte den gezielten Einsatz von Spezialgerät und Fachkenntnis in der Vegetationsbrandbekämpfung.
Insgesamt waren zeitweise rund 160 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Feuerwehren aus Blankenburg, Thale und dem gesamten Landkreis Harz. Schwere Baumaschinen zogen Schneisen rund um den Brandbereich, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zusätzliche Unterstützung aus der Luft leistete das Löschflugzeug „Hexe 1″ des Landkreises Harz, das sich in den vergangenen Jahren bei Waldbränden im Harz und darüber hinaus vielfach bewährt hat.
Gegen Abend konnten alle Einheiten aus dem Stadtverband Goslar die Einsatzstelle verlassen und die weitere Überwachung den lokalen Kräften übergeben. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.







