Mit einer großen Dankesfeier im „Lindenhof“ würdigte die Stadt Goslar am vergangenen Sonntag die außerordentlichen Leistungen aller Helferinnen und Helfer, die Ende Juni beim Waldbrand am Steinberg im Einsatz gewesen waren. Rund 400 Gäste folgten der Einladung, um noch einmal gemeinsam auf die Ereignisse zurückzublicken und bei Speisen und Getränken in lockerer Runde zusammenzukommen.
Insgesamt hatten beim Großbrand am Steinberg 1541 Kräfte mitgewirkt – darunter die 55 Feuerwehren des Landkreises, Katastrophenschutz, Bergwacht, Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk, der Stadtforst sowie etwa 60 registrierte Spontanhelfer. Über eine Woche lang kämpften die Kräfte auf einer Fläche von acht Hektar abschüssigen Geländes gegen die Flammen, angetrieben von Wind und Hitze. Durchschnittlich waren täglich über 300 Einsatzkräfte gebunden.
Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner eröffnete die Feierlichkeiten. Sie lobte die schnelle und unbürokratische Zusammenarbeit, auch über Kreisgrenzen hinweg, und verwies auf die enge Kooperation mit dem Nachbarkreis Harz, der ein Löschflugzeug entsandte. Gemeinsam mit Stadtbrandmeister Christian Hellmeier sei die Idee entstanden, alle Beteiligten nach dem Einsatz zu einem Fest einzuladen.
Hellmeier hob in seiner Ansprache die besonderen Umstände des Brandes hervor. Es sei nicht die Frage gewesen, ob ein solches Feuer den Goslarer Stadtwald irgendwann treffen würde, sondern wann. Mit Blick auf die „30-30-30-Regel“ – Temperaturen über 30 Grad, Windgeschwindigkeiten über 30 km/h und eine Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent – schilderte er die schwierigen Bedingungen. Dennoch zog er ein positives Fazit: „Wir haben das Beste draus gemacht. Schon in der ersten Nacht konnte das Feuer aufgehalten werden.“ Aus Stabssicht sei der Einsatz insgesamt gut verlaufen, vieles habe hervorragend funktioniert, manches sei eine wertvolle Lehre für die Zukunft gewesen.
Auch die Bürgerstiftung Goslar, vertreten durch Vorstand Meinhard Fulst, sprach den Einsatzkräften ihren Dank aus. Am Tag des Brandes hatte die Stiftung ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert und noch am selben Abend einen Spendenaufruf gestartet. Insgesamt kamen dabei rund 7000 Euro zusammen, die in die Organisation des Festes flossen. Zusätzlich wurde die Feier durch eine großzügige Zuwendung des Goslarer Bürgers Thadaeus Otto möglich, der im Vorjahr 100.000 Euro für gemeinnützige Zwecke gestiftet hatte und davon 7500 Euro für diesen Anlass freigab.
Neben den offiziellen Worten war es vor allem die Atmosphäre des Miteinanders, die den Abend prägte. Bei leckeren Speisen und kühlen Getränken bot sich die Gelegenheit, mit Kameradinnen und Kameraden sowie anderen Helfenden ins Gespräch zu kommen und die Geschehnisse Revue passieren zu lassen. Viele nahmen dabei auch Bezug auf die große Welle an Rückmeldungen aus der Bevölkerung – von Plakataktionen bis hin zu zahlreichen positiven Kommentaren in den sozialen Medien –, die allen Beteiligten eine spürbare Anerkennung vermittelten.







